Friede durch
Balance von Freiheit und Gerechtigkeit
Kleine Zeitung, 10. Juli 2002
Impulsveranstaltung des Ökosozialen Forums Steiermark
"Es war schon lange ein Anliegen des Ökosozialen Forums, gcmeinsam mit den Kirchen der Steiermark und dem Föhrenberger Kreis so eine Impulsveranstaltung durch zu führen", erklärte Josef Kaltenegger, Geschäftsführer des Ökosozialen Forums. Gerade der Erzherzog Johann-Markt Stainz sei dafür ein traditioneller Boden. Kaltenegger war es gelungen, mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Präsident Josef Riegler, der dieser Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft europaweit wie kein zweiter vorsteht, hochkarätige Referenten zu gewinnen,
Kirche. Zum Thema "Die Verantwortung der Kirchen für die Schöpfung" sprachen Michael Schaller, Generalsekretär der Katholischen Aktion, und evangelischer Pfarrer Andreas Gerhold, Dabei kristallisierte sich als Kernaussage nachhaltiges Wirtschaften als Hoffnung für die Menschen heraus. Denn alles, was Gott geschaffen habe, beziehe sich wie in einem Kreislauf aufeinander und sei dem zugeordnet.Balanceakt. Das treffe auch voll und ganz auf die Ökosoziale Marktwirtschaft zu, betonte Riegler: "Unternehmen, die auch in Zukunft Bestand haben und in einem globalen Markt gedeihen wollen, müssen auf die sozialen und relevanten Trends, die den Markt formen, reagieren." Dieses angestrebte gesellschaftspolitische System sei jedenfalls das richtige Gleichgewicht zwischen freier Marktwirtschaft, sozialer Fairness und ökologischer Verantwortung. Riegler: "Nur bei einer Balance zwischen Freiheit und Gerechtigkeit ist dauerhafter Friede gesichert."
Quasi als Bestätigung dieser Thesen und besonderer Höhepunkt des Abends präsentierten sich unter dem Titel "Weststeirische Erfolgsgeschichten" Vorzeigeunternehmen und Projekte, die auf die Grundprinzipien der Ökosozialen Marktwirtschaft aufbauen. Von der "Stainzer Milch", der "Steirischen Ölspur" und dem "Welschlauf" über die Bauern, die den Lebensraum mit ökosozialer Landbewirtschaftung sichern, bis zur Lebensqualität durch Nahversorgung und zur "Holzindustrie Leitinger", dem zweitgrößten privaten Arbeitgeber des Bezirkes, reichte die Palette der Erfolgsstorys mit einem Ausblick auf die Strategien des 21. Jahrhunderts.
Chance. Als Festredner spannte Minister Martin Bartenstein einen weiten Bogen von den weststeirischen Erfolgsgeschichten bis zur globalen Wirtschaft: "Wirtschaft und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch. Im Gegenteil, sie bergen eine große Chance in sich, wobei die soziale Verantwortung vor allem der Armutsbekämpfung gilt."
sustainable - Agentur für Nachhaltigkeit
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Dr. Michael Schaller, Unternehmensberater